Hildesheim ist Deutschlands Kreativ-Hauptstadt

Hildesheim ist Deutschlands Kreativ-Hauptstadt

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DaWanda-Analyse zeigt deutschlandweite Verteilung der Selbermacher-Metropolen auf

  •     Leipzig und Berlin folgen auf den Plätzen zwei und drei
  •     Designer-Enthusiasten leben vor allem im Westen, Handarbeitsmuffel hingegen im Süden und Osten der Bundesrepublik
  •     Deutschland ist im Bastelfieber

Berlin, den 03. Juni 2009 – In Deutschland wird genäht, gestrickt und gebastelt wie noch nie. Wo genau, hat jetzt DaWanda, der Online-Marktplatz für Unikate und Selbstgemachtes, analysiert. (Ausgewertet wurde die regionale Verteilung der DaWanda-Anbieter. Stand: Mai 2009) Das überraschende Ergebnis: Hildesheim ist die Kreativhauptstadt Deutschlands. In der niedersächsischen Stadt fertigen sieben von 10.0000 Einwohnern Mode, Schmuck und Wohnaccessoires von Hand und bieten diese im Internet an. „Made in Hildesheim“ - das sind z.B. Taschen von bapo und Mode von De La Alba.

Leipzig präsentiert sich als Vizemeister im Selbermachen und schlägt Berlin im Pro-Kopf-Vergleich. Damit unterstreicht die ostdeutsche Metropole ihren Ruf als aufstrebende Design-Hochburg. Den drittplatzierten Berlinern bleibt der Trost, dass die meisten Kreativen in ihrer Stadt leben - 2141 an der Zahl. Wesentlichen Anteil daran haben die Bewohner des Berliner Stadtteils Prenzlauer Berg. Allein hier wohnen 298 Selbermacher.

Die bundesdeutschen Designer-Hochburgen im Überblick

Städte nach Anzahl der Selbermacher (pro 10.000 Einwohner)
1. Hildesheim 7,3
2. Leipzig 6,6
3. Berlin 6,2
4. Paderborn 5,8
5. Düsseldorf 5,8

Städte nach Anzahl der Selbermacher
1. Berlin 2141
2. Hamburg 956
3. München 571
4. Köln 485
5. Leipzig 337

Stadtteile nach Anzahl der Selbermacher
1. Berlin: Prenzlauer Berg 298
2. Berlin: Friedrichshain248
3. Berlin: Kreuzberg 226
4. Berlin: Neuköln 160
5. Düsseldorf: Unterbilk 153

Insgesamt zeigt sich die deutsche Kreativlandschaft als Fleckenmeer. Wer nach weiteren Talent-Inseln sucht, findet diese vor allem im Westen Deutschlands in und um Oldenburg, Braunschweig, Bielefeld, Münster, Paderborn und Aachen. Der Süden und Osten der Bundesrepublik erweisen sich als eher bastel-mufflig. Glorreiche Ausnahmen bilden die Gegenden um Karlsruhe, Freiburg, Augsburg und Nürnberg sowie Halle (Sachsen-Anhalt) und Dresden.

„Wir erleben einen wahren Ansturm auf unsere Online-Plattform. Seit September letzten Jahres hat sich die Zahl der registrierten Nutzer mehr als verdoppelt. Damit scheint die schwierige Wirtschaftslage den generellen Trend zum Selbermachen noch verstärkt zu haben“, meint Claudia Helming, Geschäftsführerin der DaWanda GmbH.

Unverkennbar ist, Selbermachen und Unikate sind in. Über 41 Prozent der Deutschen basteln, heimwerken, stricken oder schneidern wenigstens gelegentlich. (Quelle: Burda Community Network GmbH: Typologie der Wünsche 2009) So z.B. auch Tine Pagenberg, 27 Jahre, Kunststudentin aus Dresden. Durch DaWanda hat sie sich vor zwei Jahren getraut, ein eigenes Label zu gründen. Von der Natur inspiriert, designt Tine Pagenberg unter dem Namen „Marga.Marina“ fabelhafte Taschen, Mode und Accessoires. Inzwischen bieten auf DaWanda, dem Ende 2006 gestarteten Online-Marktplatz, über 35.000 Designer ihre über 400.000 Kreationen an. Bei den Herstellern steht der Spaß am fantasievollen Gestalten im Vordergrund. Doch für immer mehr hat sich durch die Erschließung des Internets als Vertriebskanal ein einträgliches Neben- oder Hauptgeschäft entwickelt. Denn Individuelles ist heiß begehrt.

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Hintergrundinformationen

DaWanda – Einzigartiges von kreativen Selbermachern